Category Archives: Allgemein

Im Zettel-Olymp

Im Zettel-Olymp


Seit einiger Zeit habe ich so etwas wie eine „Zettelaufheberitis“ bzw. hat es es sich zur
selbigen entwickelt, dies bedeutet, dass ich sehr gern unachtsam liegengelassene in der
Welt herumflatternde Zettel aufhebe um zu schauen in welcher Form und was sich die Menschen
notieren, doch darum geht es hier erst mal nicht. Wie bereits erwähnt hebe ich die
Zettel eigentlich stets selbst auf, doch heute bin ich quasi in den
Olymp des Zettel-Aufhebeismus aufgestiegen und dies kam so:

Heute erspähte ich im Leiptzscher Petersbogen diese oben abgebildete Notiz, doch
ich wollte ihn nicht einfach plump direkt aufheben, meist schaue ich, dass ich beim
Aufhebe-Vorgang nicht direkt gesehen werden oder tue irgendwas subtiles bevor ich den
Zettel aufhebe, ich kickte heute also den Zettel vor mir her, eigentlich um zu prüfen
ob es sich heute lohnen würde ihn aufzuheben, doch dann plötzlich drehte sich
ein galant gekleideter Herr um und fragte, ob es meiner sei, ich sagte: ja,
er bückte sich und hob mir den Zettel auf, das war er also, der Moment in dem ich den
Zettel-Aufhebe-Olymp eintrat, ich hatte einen Weg gefunden die Zettel von nun an
nicht mehr selbst aufzuheben, ich lernte wie ich die Leute dazu bringen konnte die Zettel
für mich aufzuheben.
– So tun als sei mir der Zettel gerade heruntergefallen
– etwas tattrig bis verwirrt schauen (muss ich nicht extra bedenken, ist glaube Standard)


Symbol-bild der Situation :-)

Slow-Mo-Stroboskop

Slow-Mo-Stroboskop

Wir fuhren auf einer wenig befahrenen Autobahn, beim richten des Blick nach rechts oben erschien uns der Mond welcher alle paar Sekunden von den Wolken verdeckt wurde, es war wie ein altersschwaches Stroboskop wie die Wolken den Blick auf den Mond zuließen und dann wieder versperrten, stell Dir das Rauschen des Fahrtwinds dazu vor, Kopf komplett ohne Gedanken, komplett auf das Lied konzentriert, auf jeden Trommelschlag, Blick abwechselnd auf das Mond-Stroboskop und die Fahrerin gerichtet, die wohl schönsten Minuten der Hinfahrt…

Treppenhaus-Erkenntnisse

Treppenhaus-Erkenntnisse

Als ich heute Früh mit dem Rad durch die Wohnungstür schritt stand sie dort
im völliger Stille, die gute Seele des Hauses, eine ältere Dame (die Ankündigungsdame)
vor dem sich gerade öffnenden Fahrstuhl.
Sie begrüßte mich herzlich und merkte an, das wir uns ja bereits etwas länger, also eine Woche nicht gesehen hätten.
Als ich näher kam, fiel mir auf, das sie noch 2-3 Lockenwickler in ihren Haaren trug,
ich fragte lieber nicht ob ihr bewusst sei, dass sie diese noch im Haar trug,
vielleicht hat sie aber auch einfach vergessen diese herauszunehmen.

Sie eröffnete ein weiteres Gesprächsthema:
Sie sagte, das sie bereits seit einigen Tagen sehr schlecht schlafen könne.
Ich fragte, was denn die Ursache des schlechten Schlafs sei.
Sie antwortete: Der Germanwings-Flugzeugabsturz beschäftige sie doch sehr.
Ich antwortete, das mir besonders die Bilder der wartenden Angehörigen am Zielflughafen nahe gegangen seien.
Wir unterhielten uns weiter über die mögliche Ursache.
Ich sagte, das die Verantwortlichen sich hüten werden vorschnell so eine heikle und kritische Aussage zu treffen.
Sie sagte dann: ich bin ja kein Menschenhasser, aber vielleicht war es so ein Ausländer
der bei der Wartung von dem Flugzeug etwas eingebaut hat was das Flugzeug dann zum Absturz gebracht hat.
Ich sagte: Sie meinen einen Terroristen, es kann ja auch ein deutscher gewesen sein, es lautet ja nicht Ausländer=Terrorist
Sie meinte: also ein ausländischer Terrorist?
Ich meinte: naja so ähnlich, wir müssen ja als Voraussetzung eines Terroristen nicht eine andere Herkunft einbauen
Sie zögerte kurz und stimmte dann aber doch dem zu das ein Terrorist einfach jeder sein kann und es schon keine so
gute Idee ist, einen Ausländer als Terroristen zu bezeichnen
Ich setzte nach diesem Gespräch meinen Arbeitsweg fort und lächelte, das die ältere Dame nun hoffentlich
in Terroristen nicht nur noch Ausländer sieht, guter Start in den Tag so grundsätzlich.

Weckzeiten

Weckzeiten


Es gibt da diese un-geplanten Studien die ich so mache.
Eine davon ist die Analyse der Weckzeiten der Nachbarschaft.
Kurz zum Hintergrund: Meine Wohnung ist so gelegen, das ich die Geräusche aus einer
Vielzahl von Schlafzimmer hören kann, insofern mein eigenes Schlafzimmerfenster
geöffnet ist,da gibt es so diverses zu hören, aber kommen wir zum eigentlichen Thema

Die Weckzeiten. Sehr sehr oft stehe ich nach dem Erwachen nicht direkt auf sondern
lausche noch den Vögeln oder döse einfach noch etwas vor mich hin, bei diesem
Dösevorgang welcher sich schon mal 30 Minuten bis …Stunden ziehen kann fiel mir
eine gewisse Neigung der Nachbarschaft auf und zwar diese, das die meisten Leute
ihre Weckzeit auf eine gerade Uhrzeit einstellen, es ist wie im Film:
„und täglich grüßt das Murmeltier“, jeden Tag wird der Protagonist
um Punkt 06:00 Uhr geweckt.

Woher kommt die Neigung zu diesen stets geraden Weckzeiten frage ich mich da.

Ich vermute da ein großes Bedürfnis nach Symmetrie bei den Menschen, da ist es in
der Zeit wie in der Geometrie, ein bereits bekannter Zustand muss nachvollziehbar
wieder reproduzierbar sein, oder so etwas in der Richtung.
Es ist wie beim Kochen „Bitte fügen Sie dem Teig 250 gramm Butter zu“, dort steht
nie „Bitte fügen Sie dem Teig 237 gramm Butter“ zu auch wenn das vielleicht die
eigentlich korrekte Menge wäre. Es ist wie beim Schlafen, eigentlich würde es mir
besser gehen, wenn ich 07:07 Uhr aufstehen würde,aber die Uhr sagt 07:00 Uhr.
Das alles hat sicher etwas mit Struktur zu tun, die meisten Menschen brauchen eine
Halt im Leben, einer davon ist eine sehr klare Weckzeit, andere hingegen haben
ihr ganzen Leben noch keinen Wecker benutzt, ich habe da mal einen Amerikaner
kennengelernt welchen ich frage auf welche Zeit ich den Wecker stellen solle,er meinte
zu mir „i wake up naturally“,eine sehr entspannte Haltung dazu finde ich, diese Haltung
würde sicher den Wecker-Apps und den Herstellern der klassischen Weckern und den
Batterieherstellern gar nicht gut gefallen :-)

Weiterhin glaube ich, das die Menschen mit ihren Weckern und ihrem zu jeder Zeit
umherwuselnden Wesens auch eines ausgelöst haben: Sie haben das allgemeine
Erwachen der Vogelwelt um mindestens diverse Stunden verkürzt. An einem Oster-
Montag begannen die Gespräche der Vögel deutlich später als an einem Werktag der
Menschen, alles beeinflusst sich gegenseitig, denkt da mal drüber nach :-)

Stillstand

Stillstand

Gestern lief mir diese Perspektive über den Weg.
Im Rampenlicht sind die beiden Hauptrollen dieses Fotos zu erblicken:
– die rote Ampel: Ein Synonym des Stillstands
– die Sonne: Ein Allergie-träger im Bereich der Ortsveränderung

Die Sonne ist vermutlich ein inzwischen heißer Kandidat auf den Titel:
„Universums-meister im Pfahl-sitzen“.

Fazit der Beobachtung:
Der Stillstand ist wie die Sonne, er lässt sich nicht ausschalten.

Mix-Tape-Adventskalender – jeden Tag ein Lied…

Mix-Tape-Adventskalender – jeden Tag ein Lied…

Hier sehen Sie das Mix-Tape des „Mix-Tape-Adventskalenders“ -jeden Tag ein Lied…

Bei dieser hier bevorstehenden Installation handelt es sich um einen:
aktiv-passiv-aktiv-Mix-tape-Adventskalender“.

Wie schon der Modelname erschließen lässt, handelt es sich um einen
Mix-Tape-Adventskalender – jeden Tag ein Lied…

Die korrekte Benutzung erfordert weiterhin eine gewissen „aktiv-passiv-aktiv-Haltung“ des Anwenders, da es sich um analoge Kassettentechnologie handelt.
Der Anwender muss selbstständig „aktiv-phase“ das Datum umblättern und im selben Atemzug den Playknopf des integrierten Kassettenspielers betätigen.
Anschließend folgt die über die Dauer des Liedes anhaltende „passiv-phase“, in dieser Zeit kann sich der Anwender zurücklehnen und das nun spielende Lied genießen.
Zum Abschluss folgt eine kurze aber die Aufmerksamkeit des Anwenders fordernde „aktiv-phase“, in dieser Phase sollte der Anwender das Ende eines Liedes erkennen und kurz vor Ablauf des Liedes den Stop-Knopf drücken, dies dient der Einhaltung der Regel „jeden Tag ein Lied“

Die Auswahl der Lieder sollte dem Anwender wie Schokopudding erscheinen.
Es gibt aber auch dem Anwender erlebbar als musikalischer Rosenkohl  erklingende Lieder…
Das Papp-haus als Herberge des Kassettenrecorders dient der beschenkten Person als Erinnerung an einen gemeinsamen Urlaub in einem sehr ähnlichen Ferienhaus.

In der ersten Reihe

In der ersten Reihe

Im Bild sehen Sie eines meiner alten Brillengläser.
Soweit sehr unspektakulär dachte ich zunächst, doch als es zu der Entscheidung kam
diese Gläser zu entsorgen fiel mir ein, das diese Gläser drei Jahre alles gesehen haben was ich selbst gesehen habe und somit konnte ich diese Gläser einfach nie entsorgen und finde sie immer wieder während des Aufräumens und kann sie immer wieder neu
nicht entsorgen. Welch kitschiger Gedanke, aber er gefällt mir immer wieder.

wünschte, ich war hier

wünschte, ich war hier

Ein gibt da diesen neuen Film von Herrn Zach Braff
(JD aus der Serie Scrubs), namens:
„wish i was here“ (deutsch:“wünschte, ich war hier“).

Leider konnte Franzi, die Dame auf dem Foto welches Herr Braff gerade in der Hand hält
eben NICHT HIER anwesend sein, aber pff, wenn schon eine physische Anwensenheit nicht möglich ist, dann behelfen wir uns doch einfach anders und so ist Franzi sehr wohl hier :-)

Danke an Herrn Braff und die nette Dame welche uns abgelichtet hat!

Funkabteilung

Funkabteilung

Es gibt da dieses First-World-Problem.
Alle in Deutschland herumwuselnden Menschen bzw. die meisten beziehen ihren Internetzugang über ein Kabelloses Netzwerk
(W-LAN), doch so langsam ergibt sich daraus besonders in Ballungsgebieten ein Problem.
Dieser Standard, so wie er in Deutschland genutzt wird (2,4 GHz-Band), sieht zur Aufteilung der Funkkanäle sieht nur 13 Kanäle vor,
das wiederum bedeutet, das es zu Funk-Überschneidungen und somit zum schlechten Internet-Empfang kommt.

Doch es gibt einen Ausweg, die FUNKABTEILUNG!, denn es existiert ein weiteres W-LAN Band, nämlich das 5 GHz-Band,
dieses Band wird in Deutschland kaum genutzt, sprich wenn man in seinem Internetrouter die entsprechende
Einstellung trifft, kann man sich sehr gut Funktechnisch von dem überfüllten W-LAN-Band abteilen, das ist n bisschen
wie aufs Land ziehen, wenn einem die Stadt zu voll wird.

Raumfahrt reloaded

Raumfahrt reloaded



In den letzten Monaten fällt auf, das wie mehr Inhalte mit dem Thema „Raumfahrt“ präsent sind, im November diesen
Jahres erscheint ein großer Film namens „Interstellar“, in der ZDF-Mediathek erschien vor ein paar Tagen ein
Beitrag mit der Überschrift „Space-Shuttle:-Ein-amerikanischer-Traum“ und es existiert ein putziges Computerspiel
namens „Kerbal Space Program“, bei dieser Häufung könnte man vermuten, das die Menschen über diverse Medienkanäle
auf ein weiteres großes Weltraumprogramm vorbereitet werden sollen bzw. eine neue Begeisterung herbeigebracht werden soll.